Das ewige Auf und Ab bei Geld stoppen – 7 Schritte zur Planungssicherheit bei Geld

Dafür habe ich mich doch nicht selbständig gemacht… !!!

 

Ich arbeite wirklich viel und trotzdem geht es ständig auf und ab! Ich komme immer wieder in einen finanziellen Engpass! Wie kann ich das nur stoppen?

Gute Arbeit! Das bekommen Sie sicher oft zu hören. Und Sie wissen, Sie sind Spitze auf Ihrem Gebiet.

Und?

Ja, wenn es um Ihre Finanzen geht, dann bekommen viele Unternehmer schon Gänsehaut. Ich kenne Menschen aus fast jeder Berufsgruppe- die wissen müssten, was zu tun ist, aber es trotzdem nicht tun.

Und es geht dabei nicht um Kleinunternehmer. Wenn Sie eine halbe Million Euro Umsatz machen, aber eine Dreiviertel Million ausgeben, haben Sie eben ein Problem.

Buchhaltung ist nur für die meisten nicht wirklich SEXY. Diese lästige Kleinigkeit der Finanzen ist heute „leider“ so elementar wie nie zuvor.

Es reicht nicht, in Ihrem Fachgebiet gut zu sein, wenn Sie trotzdem ständig statt Butter Margarine kaufen müssen, weil Sie mit Ihrem Geld nicht klarkommen.

GESTERN

Egal ob Sie Ihre Bücher selbst machen, oder externe Hilfe durch Lohnsteuerhilfe- Vereine, Buchhalter oder Steuerberater und Wirtschaftsprüfer suchen:

Es ist stets eine Betrachtung darauf, wie es war und nicht wie es sein soll.

Es zeigt Ihnen nicht, wie Sie richtig planen.

HEUTE

Es ist heute möglich, ohne in die Tiefen der Buchhaltung einzutauchen, das Unternehmen planungssicher zu führen. Dazu ist es vor allem wichtig, bisherige Schwankungen zu erkennen und ein sicheres Konzept für die Zukunft aufzubauen:

 

7 Tipps

zur Planungssicherheit für Unternehmer

 

 

1. Money Date statt DEFCON 1

Wie klappt das so bei Ihnen mit dem Einhalten von Verabredungen?

Bei mir klappt es am besten dann, wenn es mir wichtig genug ist.

Ihren Traumpartner lassen Sie ja auch nicht zwei Stunden im Restaurant warten, weil Sie noch eben eine Mail schreiben müssen?

Also:

Erheben Sie IHRE SICHERHEIT BEI GELD in Ihrem Unternehmen auf STUFE 1

Anders ausgedrückt:

Wenn die Sicherheit gefährdet ist, was macht dann eine Regierung? Genau, sie ruft den Notstand aus.

In Amerika heisst das dann DEFCON und steht für Defence Condition. Es gibt sie in 7 Stufen.

Damit Sie sich also nicht bei Ihrer Bank oder Ihrem Lebenspartner verteidigungsbereit machen müssen, weil Sie es (wieder) nicht hinbekommen haben: Ab sofort jede Woche eine Stunde ein MONEY DATE. Fester Termin, feste Uhrzeit, feste Regeln. 

Absage nur wenn Sie heiraten, Verwandte in gerader Linie gestorben sind und Sie an dem Tag zur Beerdigung müssen oder Sie im Koma im Krankenhaus liegen. (Auch anerkannt ist, wenn Sie heute noch die Welt retten müssen) Mag sein, das Ihnen das dramatisch erscheint.

Ist es auch, wenn Sie es nicht machen. 

Ich habe schon ein paar Menschen kennengelernt, die so Insolvenz anmelden mussten. Laut Aussage eines Insolvenzverwalters von Euler Hermes sind 79% der Insolvenzen auf fehlendes Controlling zurückzuführen.

 

2. Ein Königreich für einen Plan

Sie können sich unglaublich viel vornehmen im Leben.

Wichtig für Unternehmer ist bei Planung zweierlei:

Wie es war und wie es künftig sein soll

Das bezogen auf Ihre Unternehmenszahlen bedeutet, das Sie unbedingt einen Liquiditätsplan (neudeutsch: Forecast) benötigen.

Wenn Sie nur diesen Rat umsetzen, ist das schon 50% dessen, was die meisten Unternehmer eben nicht tun.

Er schützt Sie vor Überraschungen. 

Denn so plötzlich wie Weihnachten wird dann im Juni die Steuer für den Firmenwagen fällig und ach, im April kommt eine „völlig unerwartete“ Steuernachzahlung. Wenn es Ihnen auch noch so ergeht, don’t worry.

Selbst Unternehmer, die über 20 Jahre selbständig sind, haben hier oft Defizite…

Machen Sie besser:

FANGEN SIE JETZT SOFORT DAMIT AN.

In diesem Plan erfassen Sie alles, einfach alles, was überwiesen, bar bezahlt oder abgerufen wurde, genauso wie all das, was von irgendwo eingegangen ist. Bis zur zweiten Nachkommastelle genau und für mindestens 12 Monate rückwärts. Sie haben Glück, wenn Sie erst 6 Monate am Start sind, dann machen Sie es gleich zu Beginn besser.

Diese Beträge übertragen Sie (oder Ihre Software wie von zauberhaft selbst) in Ihren FORECAST.

Wenn Sie wissen, das Sie in 8 Monaten saure Gurkenzeit erwartet, weil da ein großer Betrag aufzubringen ist, dann bilden Sie bereits heute Rücklagen dafür. Das Prinzip wird im nächsten Tipp deutlich und kann Sie davor retten, ständig Zinsen auf Ihren eingeräumten Kontokorrent Kredit zu zahlen, weil Sie immer am Anschlag unterwegs sind.

 

3. Der Bruch wird verwandelt  

Vielleicht kennen Sie das:

Es gibt Vorgänge die werden 1/4 jährlich abgerufen, die GEZ gehört beispielsweise dazu. Die Steuer auf den PKW dagegen 1/1 jährlich. Einige Ausnahmen halbjährlich. Egal welche Form, sie reißt bei Unternehmen die nicht vorbereitet sind, regelmäßig ein Loch in die Kasse. Um „unerwartete“ Ausgaben zu planen, schauen Sie 3 Jahre zurück und 1 Jahr voraus! Als ich diesen Rat das erste Mal ausgesprochen habe, war ich sicher, das ich zur Antwort bekomme, das dieser Rat „nun wirklich viel zu einfach“ ist. Es ist eben alles einfach, wenn Sie wissen, wie es geht.

Die Antwort hier ist auch so einfach:

    Alles, was nicht monatlich eingeht oder zu zahlen ist, summieren Sie für ein gesamtes Jahr im voraus, in Ihrem Forecast sehen Sie, was wann fällig ist. Danach legen Sie ein internes (im Idealfall ein tatsächliches Bank-) Konto als Unterkonto an. Dann teilen Sie die Gesamtsumme pro Jahr durch 12 und legen den Betrag auf das Unter – Konto zurück. Von heute an spätestens in 12 Monaten ist es vorbei mit unerwarteten Rechnungen, für die kein Geld da ist.

Das Ergebnis: Nie wieder Unerwartetes.

Ist das wirklich so einfach? Ja. Wenn Sie es wirklich tun, schon.

Falls Sie also hochkomplexe, wissenschaftliche Formeln erwartet haben: Für solides Geldmanagement als Unternehmer/in ist kein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik nötig.

Nur zwei Dinge: Mathematik und Handlung.

 

 

4. Die Steuern besser steuern

Aus vielen Jahren der Beobachtung und auch aus eigener Erfahrung: Sie können aus dem „Verein“ nicht austreten. Sie sind steuerpflichtig, Sie haben ein Recht darauf :-)! Wenn Sie Ihre Steuererklärung für ein bestimmtes Jahr sehr spät abgeben, zum Beispiel 2 Jahre später, dann passiert etwas, was ich liebevoll die 3-fache Breitseite nenne:

  1. Sie haben keine Rücklagen gebildet, Sie haben das Geld im Jahr 1 ausgegeben.
  2. Im folgenden Jahr 2 haben Sie Ihre Vorauszahlungen auch auf Basis des Jahres 1 an das Finanzamt geleistet.
  3. Im Jahr 3, in aktuellen Jahr zahlen Sie ebenfalls Steuervorauszahlungen wie in Jahr 1.

Nun kommen Sie leider viel zu spät dazu, Ihre Steuern abzugeben oder abgeben zu lassen, weil Sie für Ihr Geld nie Zeit haben. Gut verdient haben Sie, nur haben Sie dabei etwas vergessen…

Damit wird es spannend:

Das Finanzamt bucht die Steuern für das Jahr 1, die erhöhte Vorauszahlung für das Jahr 2 und 3 auf einmal ab. Und das Finanzamt interessiert sich mit Recht nicht für Ihre Engpässe.

Es ist IHRE Verantwortung, hier für Abhilfe zu sorgen.

Je schneller Sie also Ordnung in private und betriebliche Finanzen bringen, desto schneller können Sie ruhig schlafen.

Steuern Sie Ihre Steuern mit Money Date und Forecast!

Nein ich bin kein Steuerberater und das ist kein steuerlicher Rat von mir, ich gebe hier nur meine Erfahrung aus vielen Gesprächen wieder.

5. Trennen Sie sich einfach

Nein, nicht von Ihrem Partner oder Ihrem Haus.

Private Kosten gehören nicht auf das Firmenkonto (ja ich weiß, Sie buchen das dann als Entnahme) und Firmenkosten zahlen Sie nicht aus privater Tasche (ja, Sie können das als Einlage buchen, aber wozu alles doppelt und dreifach tun?) Der Firmenwagen gehört in die Firma. Die Weiterbildung ist nur dann auf dem Firmenkonto richtig, wenn sie betrieblich absetzbar ist, sonst ist das private Weiterbildung. Auch ganz einfach.

Meine Empfehlung ist die gedankliche und physische Trennung von Firmenkonto und Privatkonto. Nur aus einem Grund: bessere Übersicht.

Es ist sonst schnell so, als wenn Sie dort, wo Sie wohnen, auch gleichzeitig arbeiten:

Sie wissen nicht mehr, von welchem Konto haben Sie was bezahlt, wozu gehört die Buchung nun wirklich und vor allem, wo ist der Beleg? Bei Privat unter S wie Steuern oder im Firmenordner unter F wie Firmenwagen? Planungssicherheit beginnt bei den ganz kleinen Dingen in Ihrem Kopf.

Zur besseren Übersicht und zur klaren Abgrenzung, was wohin gehört.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie sich in einem halben Jahr noch daran erinnern können, legen Sie eine Legende an. Mit der Überschrift „Was finde ich wo“ ist Ihnen jeder Buchhalter dankbar. Weil es langes Suchen erspart.

 X

 

X6. Die Formel für das eigene Gehalt

Die am meisten gestellte und somit entscheidende Frage ist folgende:

WIE VIEL KANN ICH MIR DENN FÜR MICH „NEHMEN“?

Die eine Hälfte Ihres Gehirn sagt sofort:

Das, was da ist. Das habe ich mir schliesslich verdient.

Das bin ich mir wert. Ich habe so dafür geschuftet. Egal! Das muss jetzt sein mit dem Urlaub.

Die andere, die vernünftige Hälfte in Ihnen, die antwortet: Und was ist wenn? Schön, das Du es Dir verdient hast. Dann ist es ja sicher auch auf dem Konto, richtig?

Wie kannst Du Dir Geld nehmen, das gar nicht da ist? Was Du wert bist, entscheidest nicht Du selbst, Urlaub ist bis auf weiteres gestrichen.

WER VON BEIDEN GEWINNT?

Am Ende keiner von beiden und Sie auf keinen Fall.

Wenn Sie mehr entnehmen, als vorhanden ist, bauen Sie einen negativen Saldo auf, den Sie an anderer Stelle merken werden, Sie zahlen Sollzinsen. Wenn Sie sich nichts gönnen, dann verlieren Sie die Motivation, denn auch Sie selbst wollen eine Belohnung erleben. Woher ich das weiß? Ich habe selbst so gelebt. Heute kenne ich den richtigen Weg.

Bevor Sie diese Frage finalisiert beantworten können, ist ein weiterer Schritt nötig:

Prüfen Sie Ihre privaten Finanzen. 

Was davon gehört zum Betrieb oder lässt sich durch Umgestaltung betrieblich zuordnen? Was können Sie reduzieren, was erhöhen? Wenn Sie auch privat mehr Klarheit und Übersicht suchen, dann empfehle ich Ihnen dazu meine Geld Challenge:

 

Hier geht es dorthin:

 

Nach einer sinnvollen Neuordnung lautet die Formel für Ihr Gehalt bzw. Entnahme:

>>>Der Durchschnitt des Gewinns der letzten 3 Jahre ist Ihr Gehalt<<<

Bilden Sie sich eine Tabelle oder schauen Sie sich in Ihrer Software die gleitenden Monatsdurchschnitte an. Je glatter die Kurve, desto besser.

Nennen Sie es Ihr:

Gehalts – „SMOOTHING“.

 

7. Raus aus der Achterbahn

Denn die Schwankung, dass im Januar 30.000 und im Februar 2.000 auf das Konto kommen, kann nicht gesund sein. Weder für Ihr Konto noch für ihren Kopf. Das ewige Hin und Her macht unsicher.

Sie brauchen eine Planungsgrundlage. 

Wenn Sie sich durch fehlende Klarheit und Übersicht privat auf einem Ausgabenniveau eingependelt haben, das in manchen Monaten Ihren Umsatz übersteigt, dann ist der erste Schritt: Sie haben sich zu entscheiden:

SCHLUSS MIT DEM AUF UND AB, ja oder nein?

Nutzen Sie die Ideen der vorangegangenen Kapitel, um die Spitzen zu kappen, und zwar bei Einnahmen und Ausgaben. Wie würde sich Ihr Körper wehren, wenn Sie ihm heute 300% Energie liefern und morgen 20%? So ist es auch auf Ihrem Firmenkonto.

2 Tipps, wie Sie das praktisch und sofort umsetzen:

  1. Entnehmen Sie einen festen, gleichbleibenden Betrag und lernen, damit auszukommen. Dieser Betrag orientiert sich am Minimum Ihres Umsatzes.
  2. Wenn Sie davon privat nicht leben können, sind Ihre Fähigkeiten als Unternehmer/in gefragt, dafür zu sorgen, das die privaten Kosten sinken und/oder das der Umsatz steigt. Erst wenn Sie die Planung in Ihrem Unternehmen im Griff haben, sind Sie in Sicherheit.

 Und diese besseren Aussichten sind planbar.

Es gibt etwas, was Sie NICHT planen können und was Ihnen bei Ihren Aktivitäten regelmäßig im Weg stehen kann, um Sie unbewusst zu sabotieren:

Es sind Ihre eigenen Gedanken und Überzeugungen.

Hier könnte auch der Grund verborgen sein, weshalb Sie sich immer wieder selbst ein Bein stellen. Wenn Sie erfahren möchten, was Sie in diesem Fall tun können, dann lesen Sie doch gleich weiter und entdecken das Geheimnis. reich zu denken:

 

 

Herzliche Grüße,

Ihr

Andreas Enrico Brell

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